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Performance Max Guide für Hotels und Restaurants - Setup, Asset-Groups, Conversion-Goals
Profi 25 Min. Lesezeit

Performance Max für Hotels, Restaurants und Lokal-Business: Der ehrliche Guide

Performance Max funktioniert für Hospitality besser als der Ruf vermuten lässt. Dieser Guide zeigt Setup, Conversion-Goals, Asset-Groups und Brand-Exclusion am echten Hotel-Case.

Inhalt

Performance Max hat in der Hospitality-Branche einen zwiespältigen Ruf. Hotel-Marketers und Agenturen klagen über Blackbox-Kampagnen, kannibalisierte Brand-Suchen und intransparente Reports. Gleichzeitig liefern gut aufgesetzte PMax-Kampagnen für viele Häuser den höchsten ROAS aller Kanäle nach Brand-Search.

Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte, sondern im Setup. PMax ist für Hotels, Restaurants und lokales Business besser geeignet als für viele andere Branchen, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: saubere Conversion-Hierarchie, klare Asset-Group-Struktur und konsequente Brand-Exclusion. Wer diese drei Hebel beherrscht, hat einen Kanal, der saisonale Nachfrage, lokale Intent-Signale und Cross-Device-Customer-Journeys deutlich besser monetarisiert als jede manuell aufgesetzte Display-Kampagne.

Dieser Guide zeigt dir, wie du Performance Max für Hospitality systematisch aufsetzt. Von der Conversion-Goal-Priorisierung über Asset-Group-Struktur und Audience-Signals bis zum Real-Case eines 4-Sterne-Hotels in Graubünden. Inklusive Checkliste mit zwölf Items für deinen sauberen Start.

Warum Performance Max für Hospitality unterschätzt wird

Drei Mythen halten sich hartnäckig. Alle drei sind nur teilweise wahr.

Mythos 1: PMax ist eine Blackbox. Stimmt nicht. Seit 2024 liefert Google Ads Asset-Group-Level-Reports, Channel-Performance-Insights, Search-Term-Insights (auf Theme-Ebene), Audience-Insights und Demographic-Reports. Wer die richtigen Tabs aufmacht, sieht mehr als bei einer durchschnittlich gepflegten Display-Kampagne. Die wahre Herausforderung ist nicht fehlende Daten, sondern fehlende Disziplin beim Lesen.

Mythos 2: PMax kannibalisiert Brand-Search. Stimmt nur, wenn du keine Brand-Exclusion setzt. Mit einer sauberen Account-Level Negative-Keyword-Liste auf alle Brand-Varianten ist das Problem gelöst. PMax wird dann zum reinen Generic- und Lookalike-Kanal, der inkrementelle Buchungen liefert.

Mythos 3: PMax funktioniert nur für E-Commerce mit Produkt-Feed. Falsch. Für Hotels mit einer sauberen Conversion-Definition (Buchung mit Wert), klar definierten Asset-Groups und qualitativen Audience-Signals erreicht PMax oft den höchsten ROAS aller Kanäle nach Brand-Search. Der entscheidende Unterschied: Du brauchst keinen Produkt-Feed, aber du brauchst exzellente Creative-Assets (Bilder, Videos, Headlines, Beschreibungen).

Die Realität: PMax ist in der Hospitality eine der mächtigsten Kanal-Optionen, weil saisonale Signale, lokale Intent-Daten und Cross-Device-Customer-Journeys von Google überdurchschnittlich gut interpretiert werden. Aber nur, wenn der Setup stimmt.

Wie Performance Max technisch funktioniert

PMax ist keine klassische Kampagne, sondern ein Orchestrator. Eine einzelne PMax-Kampagne spielt parallel auf Search, Display, YouTube, Discover, Gmail und Maps aus. Google entscheidet algorithmisch, welche Asset-Kombination an welche Person zu welchem Zeitpunkt auf welcher Plattform geliefert wird.

Drei Bestandteile bestimmen den Erfolg:

Asset-Groups sind die kreative Grundeinheit. Eine Asset-Group enthält Bilder (mindestens 5 Querformat, 5 Quadrat, 5 Hochformat), Logos, Videos (mindestens ein 10- bis 15-Sekünder), 5 Long-Headlines, 5 Short-Headlines, 5 Beschreibungen sowie eine Final-URL. Pro Asset-Group definierst du ein Themen- oder Kunden-Cluster.

Audience-Signals sind die Lernsignale für Google. Sie sind keine harten Zielgruppen-Definitionen, sondern Empfehlungen an den Algorithmus. Drei Quellen kombinieren: deine eigenen Customer-Lists (per Customer-Match oder Conversion-Tracking), Custom-Intent (Suchbegriffe, URLs oder Apps), In-Market-Audiences (Google-eigene Affinitäts-Daten).

Conversion-Goals steuern, wofür Google optimiert. Das primäre Goal sollte ein hartes Business-Ergebnis sein (Buchung mit Wert), sekundäre Goals dienen als Lern-Signale (Anfrage, Newsletter, Telefon-Klick). Wer alle Conversions gleich gewichtet, gibt dem Algorithmus widersprüchliche Signale.

Die Lernphase einer PMax-Kampagne dauert in der Regel 4 bis 8 Wochen. Voraussetzung: mindestens 30 Conversions pro Monat auf dem primären Goal. Wer mit weniger als 15 Conversions pro Monat startet, sollte zuerst Brand- und Generic-Search auf stabilen Datenpegel bringen, bevor PMax dazukommt.

Hospitality-spezifische Setup-Empfehlungen

Hotels, Restaurants und lokale Anbieter unterscheiden sich von klassischen E-Commerce-Cases in vier Dimensionen, die das Setup direkt beeinflussen.

Erstens: Buchungs-Conversion mit dynamischem Wert. Eine Buchung ist nicht gleich eine Buchung. Eine Familien-Suite über vier Nächte im Februar bringt ein anderes Conversion-Value als ein Einzelzimmer für eine Nacht im November. PMax braucht den dynamischen Wert, um den Bid-Algorithmus richtig zu steuern. Pflicht: Enhanced Conversions plus serverseitiges Tracking des realen Buchungs-Werts.

Zweitens: Cross-Domain-Tracking auf die Booking-Engine. 95 Prozent aller Schweizer Hotels nutzen eine externe Booking-Engine (Bookassist, Mews, Hotelbird, SiteMinder, Lodgify etc.). Ohne sauberes Cross-Domain-Tracking verliert PMax die Hälfte der Conversion-Signale. Pflicht: GTM mit Cross-Domain-Linker, GA4-Cross-Domain-Setup, plus Conversion-Tag, das auf der Thank-You-Page der Booking-Engine feuert.

Drittens: Saisonalität als harte Konstante. Ein Bündner Bergorgan hat im Winter 80 Prozent Belegung und im November 25 Prozent. PMax muss diese Saisonalität kennen. Das passiert über Budget-Anpassungen, separate Asset-Groups pro Saison und das Setting „Seasonality Adjustment” im Bid-Strategy-Bereich (für definierte Peak-Zeiten wie Events oder Promotion-Wochen).

Viertens: Lokal-Intent-Signale. Hotels und Restaurants leben von lokal-geografischer Sichtbarkeit. Audience-Signals sollten daher Custom-Intent auf konkrete lokale Suchbegriffe enthalten („Hotel Lenzerheide”, „Wellness-Hotel Graubünden”, „Restaurant Davos Sonntag offen”). Google Maps Integration über das Google Business Profile ist Pflicht.

Conversion-Goals priorisieren

Hier liegt der häufigste Setup-Fehler. Wer in PMax fünf Conversions gleich gewichtet, lässt dem Algorithmus keine klare Zielfunktion. Resultat: PMax optimiert auf das, was am häufigsten passiert (oft Newsletter-Anmeldungen oder Telefon-Klicks), nicht auf das, was Geld bringt (Buchungen).

Empfohlene Hierarchie für Hotels:

PrioritätConversionWertAccount-Setting
PrimärBuchung abgeschlossen (Booking-Engine)Dynamischer BuchungswertPrimary Conversion
SekundärAnfrage über Kontakt-FormularCHF 80 (Mittelwert Lead-Wert)Secondary Conversion
SekundärTelefon-Klick mobil (über 60s)CHF 50Secondary Conversion
TertiärNewsletter-AnmeldungCHF 5Secondary Conversion
Lern-SignalEngagement (mehr als 60s auf Buchungs-Seite)Kein WertCustom Event (kein Conversion-Goal)

Wichtig: das primäre Goal ist hier explizit definiert und mit dynamischem Wert hinterlegt. Sekundäre Goals geben dem Algorithmus zusätzliche Lern-Signale, ohne die Bid-Optimierung zu verwässern. Engagement-Events landen als Custom-Events in GA4, nicht als Conversion-Goal in Google Ads.

Für Restaurants gilt die gleiche Logik mit angepassten Goals: Reservation als Primary (Wert: Durchschnittlicher Bon plus 20 Prozent für Upselling-Potenzial), Anruf und Click-to-Map als Secondary, Newsletter als Tertiär.

Asset-Group-Struktur für Hotels

Eine bewährte Struktur für ein 50-Zimmer-Hotel mit Restaurant und Wellness sieht so aus:

Asset-Group 1: Hotel Allgemein (Ganzjahres-Demand-Catcher) Final-URL: Startseite. Custom-Intent-Signale: generische Suchen wie „Hotel Lenzerheide”, „Hotel Graubünden”, „Wellness-Hotel Schweiz”. Creative: Aussenaufnahmen, Lobby, Zimmer, USP-Headlines („50 Zimmer mit Bergblick”, „Direkt im Skigebiet”).

Asset-Group 2: Wellness Sub-Brand Final-URL: /wellness/. Custom-Intent-Signale: „Spa Graubünden”, „Wellness-Wochenende Schweiz”, „Hotel mit Pool Lenzerheide”. Creative: Spa-Bilder, Wellness-Packages, ruhige Bildsprache. Headlines mit Wellness-USP.

Asset-Group 3: Saison Winter (Oktober bis April) Final-URL: /winter/ oder /ski-arrangements/. Custom-Intent-Signale: „Skihotel Lenzerheide”, „Skipass inklusive Hotel”, „Familien-Skiurlaub Graubünden”. Creative: Ski-Bilder, Schnee, Familien-Action. Pause ausserhalb der Saison.

Asset-Group 4: Saison Sommer (Mai bis September) Final-URL: /sommer/ oder /wandern/. Custom-Intent-Signale: „Wanderhotel Lenzerheide”, „Mountainbike Hotel Graubünden”, „Familien-Sommerferien Schweiz”. Creative: Berg-Wandern, Bike-Tracks, Sommerterrasse. Pause im Winter.

Asset-Group 5: Events und Hochzeiten Final-URL: /events/ oder /hochzeiten/. Custom-Intent-Signale: „Hochzeitslocation Graubünden”, „Seminarhotel Lenzerheide”, „Tagungshotel Schweiz”. Creative: Event-Räume, Banquet-Setup, festlich gedeckte Tische. Ganzjahres-Schaltung mit niedrigerem Budget.

Asset-Group 6: Restaurant (optional, wenn eigene Restaurant-Marke) Final-URL: /restaurant/ oder eigene Sub-Domain. Custom-Intent-Signale: „Restaurant Lenzerheide”, „Beste Restaurants Graubünden”, „Romantisches Dinner Schweiz”. Creative: Food-Fotos, Sommelier-Szenen, Innen-Atmosphäre.

Sechs Asset-Groups sind das obere Ende. Die meisten Hotels starten mit drei bis vier (Hotel Allgemein, Wellness, Saison-Winter, Saison-Sommer) und bauen aus, sobald Daten und Budget es erlauben.

Audience-Signals richtig setzen

Audience-Signals sind in PMax keine harten Zielgruppen, sondern Trainings-Empfehlungen. Drei Quellen kombinieren, immer in dieser Reihenfolge.

Erste Quelle: First-Party-Daten. Customer-Match-Liste mit allen vergangenen Gästen aus dem PMS. Plus eine Liste aller Newsletter-Abonnent:innen. Plus eine Liste aller, die in den letzten 365 Tagen die Buchungs-Seite besucht, aber nicht gebucht haben. Diese drei Listen sind das wertvollste Audience-Signal, das du Google geben kannst.

Zweite Quelle: Custom-Intent. Suchbegriffe, URLs von Mitbewerbern, Apps. Konkretes Beispiel für ein Bündner Hotel: Suchbegriffe „Hotel Lenzerheide”, „Wellness Graubünden”, „Skihotel Davos”. URLs der direkten Mitbewerber. Apps wie Booking.com, Skiapp Lenzerheide, MeteoSwiss. Google nutzt diese Signale, um Personen mit ähnlichem Intent zu identifizieren.

Dritte Quelle: In-Market-Audiences. Vorgefertigte Google-Affinitäten. Für Hospitality besonders relevant: Travel > Hotels & Accommodations, Travel > Vacations, Travel > Air Travel (für internationale Gäste), Sports & Fitness > Outdoor Recreation, Lifestyle & Hobbies > Family Activities.

Was du NICHT machst: Lookalike-Audiences (gibt es in PMax nicht mehr in der ursprünglichen Form), zu breite Demographics-Targeting (Google ignoriert es ohnehin meist), Optimized-Targeting auf „Maximum reach” (führt zu Streuverlusten).

Brand-Exclusion: Pflicht, nicht Option

Ohne Brand-Exclusion zeigt PMax Ads auf deine eigenen Brand-Suchen und nimmt damit deiner Brand-Search-Kampagne Klicks weg. Das Resultat ist immer dasselbe: PMax-ROAS sieht künstlich hoch aus, Brand-Search-CPA verdoppelt sich, der gesamte Account-ROAS sinkt unterm Strich.

Die Lösung ist eine Account-Level Negative-Keyword-Liste mit allen Brand-Varianten:

  • Hotel-Name (exakte Schreibweise und alle Varianten mit/ohne „Hotel”)
  • Sub-Brand-Namen (z.B. „Spa [Hotel-Name]”)
  • Tippfehler-Varianten
  • Brand plus Standort (z.B. „[Hotel-Name] Lenzerheide”, „[Hotel-Name] Graubünden”)
  • Brand plus generische Modifier („[Hotel-Name] Bewertung”, „[Hotel-Name] Booking”)

Diese Liste verknüpfst du auf Account-Level mit allen PMax-Kampagnen. Update der Liste mindestens monatlich aus dem Search-Term-Report deiner Brand-Search-Kampagne.

Zusätzlich: Im PMax-Kampagnen-Setting unter „Brand exclusions” kannst du seit 2024 deine eigene Brand als „Brand list” definieren. Das ist die saubere offizielle Lösung und ergänzt die Negative-Keyword-Liste.

Reporting und Cross-Channel-Attribution

PMax-Reports lesen sich anders als klassische Search-Reports. Hier die fünf Tabs, die du wöchentlich öffnest:

Asset-Group Performance: Welche Asset-Group bringt welchen ROAS. Wer schwach läuft, bekommt neue Creative-Assets oder wird pausiert.

Asset-Performance: Welche Headlines, Beschreibungen und Bilder performen am besten. Google rated Assets als „Low”, „Good”, „Best”. Tausche alle „Low” Assets monatlich.

Audience Insights: Welche Audience-Signals tragen. Hier siehst du, ob deine Customer-Match-Liste, Custom-Intent oder In-Market-Audiences den grössten Beitrag leisten. Schwache Signals raus, starke Signals stärken.

Search-Term Insights: Welche Themen-Cluster Suchen ausgelöst haben. Themen, die nichts mit deinem Angebot zu tun haben, kommen als Negative-Keywords dazu.

Channel Performance: Auf welchen Channels (Search, YouTube, Display, Discover, Gmail, Maps) Conversions entstehen. Wichtig zu wissen, gerade wenn der Vorstand fragt, warum Display-Budget steigt.

Für Cross-Channel-Attribution Pflicht: Data-Driven Attribution als Default-Modell in Google Ads und GA4. Last-Click unterschätzt PMax und Display systematisch um 30 bis 50 Prozent. Wer noch mit Last-Click arbeitet, trifft falsche Budget-Entscheidungen.

Zusätzlich für Hotels: Quartals-Auswertung der direkten Buchungen aus dem PMS, abgeglichen mit Google-Ads-Conversions. Eine Diskrepanz von mehr als 15 Prozent zeigt Tracking-Probleme.

Real-Case: 4-Sterne-Hotel in Graubünden

Anonymisierter Case aus unserem Tracking-Setup-Projekt von Q2 2026. Ausgangslage: 4-Sterne-Hotel in Graubünden mit 50 Zimmern, Wellness-Bereich, eigenem Restaurant. Zwei klare Saisons (Winter dominiert), starkes Direct-Booking-Engagement der Stammgäste, schwächere Sichtbarkeit für Erstbesucher:innen.

Ausgangslage Tracking: Google Ads vorhanden, aber Conversion-Tracking lückenhaft. Booking-Engine auf separater Domain, kein Cross-Domain-Setup. GA4 zwar installiert, aber ohne saubere Goals. Resultat: 60 Prozent der Online-Buchungen wurden weder im Google Ads Conversion-Report noch in GA4 sauber attribuiert.

Setup-Schritte:

  1. GA4 Cross-Domain-Tracking auf Booking-Engine implementiert.
  2. Server-side Tag-Manager via Stape eingerichtet, Enhanced Conversions aktiviert.
  3. Conversion-Goal-Hierarchie definiert: Buchung mit dynamischem Wert als Primary, Anfrage und Telefon-Klick als Secondary.
  4. Brand-Exclusion-Liste mit 47 Varianten aufgesetzt, monatliches Update aus Brand-Search-Report.
  5. Vier Asset-Groups gestartet: Hotel Allgemein, Wellness, Saison Winter, Saison Sommer.
  6. Customer-Match-Liste aus PMS aufgespielt: 3’400 vergangene Gäste plus 1’200 Newsletter-Abonnent:innen.
  7. Custom-Intent auf 22 Mitbewerber-Domains und 18 lokale Suchbegriffe.
  8. In-Market-Audiences auf Travel-Kategorien plus Outdoor-Recreation.
  9. Bid-Strategy: Maximize Conversion Value mit Target-ROAS von 6.0 nach Lernphase.
  10. Monatliches Asset-Refresh: zwei neue Bilder und zwei neue Headlines pro Asset-Group.

Ergebnis nach drei Monaten (Brand-Search separat gemessen):

  • 23 Prozent aller Online-Buchungen kamen über PMax (vorher: nicht messbar wegen Tracking-Lücken)
  • ROAS PMax: 8.4 (definiert als Brutto-Buchungs-Wert geteilt durch Ad-Spend)
  • CPA pro Buchung über PMax: CHF 42 (gegenüber CHF 78 für Generic-Search)
  • Inkrementelle Reichweite: 18 Prozent neue Besucher:innen, die noch nie auf der Website waren
  • Lernphase: 5 Wochen bis stabile Performance, dank ausreichendem Conversion-Volumen

Kritische Lessons Learned:

  • Ohne Cross-Domain-Tracking hätte PMax nie funktioniert. Tracking ist 80 Prozent des PMax-Erfolgs.
  • Customer-Match-Liste war der stärkste Audience-Signal-Treiber, deutlich vor Custom-Intent.
  • Brand-Exclusion brachte sofort 12 Prozent Brand-Search-CPC-Senkung.
  • Die Saison-Winter-Asset-Group lief 4-mal stärker als Saison-Sommer (Belegungs-Realität des Hauses).
  • Video-Assets (15-Sekünder Drohnen-Aufnahme über das Hotel) brachten den höchsten Conversion-Lift in der YouTube-Channel-Performance.

Checkliste mit zwölf Items für deinen PMax-Start

Geh diese Liste sequenziell durch. Punkt 1 bis 6 sind Pflicht vor dem Kampagnen-Start, Punkt 7 bis 12 sind Optimierungs-Rhythmus nach Launch.

  1. GA4 Cross-Domain-Setup auf Booking-Engine getestet und live.
  2. Enhanced Conversions in Google Ads aktiviert, mit serverseitigem Tag-Manager validiert.
  3. Conversion-Goals hierarchisch definiert: ein Primary mit dynamischem Wert, zwei bis drei Secondary.
  4. Brand-Exclusion-Liste auf Account-Level mit allen Brand-Varianten gesetzt.
  5. Audience-Signals: Customer-Match-Liste aus PMS plus Newsletter plus Website-Besucher hochgeladen.
  6. Asset-Groups (3-6) definiert mit allen Pflicht-Assets: 5 Bilder, 1 Video, 5 Long-Headlines, 5 Short-Headlines, 5 Beschreibungen pro Group.
  7. Wöchentlicher Asset-Performance-Check: „Low”-Assets ersetzen.
  8. Monatliches Brand-Exclusion-Update: Search-Term-Report der Brand-Search prüfen, neue Varianten ergänzen.
  9. Monatliches Audience-Insights-Review: schwache Signals aussortieren, starke ausbauen.
  10. Quartalsweise PMS-Abgleich: Direct-Buchungen vs Google-Ads-Attribution, Diskrepanz unter 15 Prozent halten.
  11. Saisonale Asset-Group-Steuerung: Vor Saison-Wechsel Budget umschichten, Off-Season-Groups pausieren.
  12. Halbjährliches Tracking-Audit: Cross-Domain, Enhanced Conversions, Server-Side-Tag-Manager auf Drift prüfen.

Wer diese zwölf Punkte sauber abarbeitet, holt das Maximum aus PMax raus. Wer drei davon weglässt, verliert sofort 20 bis 40 Prozent der möglichen Performance.

Was du jetzt tun solltest

Performance Max ist 2026 für Hotels, Restaurants und lokales Business kein Experiment mehr, sondern Standard-Kanal. Aber er ist gnadenlos in der Anforderung an sauberes Tracking, klare Asset-Strategy und disziplinierte Brand-Exclusion. Wer ohne diese drei Bausteine startet, wird PMax als „schlechte Display-Kampagne” wieder abschalten und einen wichtigen Wachstumshebel liegen lassen.

Konkrete nächste Schritte: Beginne mit dem Tracking-Audit (saubere GA4 plus Cross-Domain plus Enhanced Conversions sind die Basis für alles, was kommt). Definiere deine Conversion-Hierarchie und deine Brand-Exclusion. Starte mit drei bis vier Asset-Groups, nicht mit zehn. Plane 6 bis 8 Wochen Lernphase ein.

Wer mehr will: unsere Google-Ads-Übersicht zeigt das gesamte Setup-Spektrum. Der Google-Ads-Check ist ein guter Startpunkt für eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner aktuellen Kampagnen. Wer das Tracking-Fundament prüfen lassen will, findet im Tracking-Audit den klaren Einstieg. Auch sinnvoll: ein Blick in unsere Erstberatung, wenn du nicht weisst, ob PMax für deine Hotel-Grösse Sinn macht. Und wenn du Budget-Klarheit brauchst, hilft der Budget-Rechner.

Brauchst du ein sauberes PMax-Setup für dein Hotel oder Restaurant?

Wir auditieren dein aktuelles Setup, fixen Tracking-Lücken und bauen dir eine Performance-Max-Kampagne mit klarer Conversion-Hierarchie.

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Häufige Fragen

Lohnt sich Performance Max für ein einzelnes Hotel oder Restaurant?

Ja, sobald du eine messbare Online-Conversion hast (Buchung, Anfrage, Reservation) und mindestens CHF 1'500 Monatsbudget einplanen kannst. Performance Max funktioniert für Hospitality besser als für viele andere Branchen, weil saisonale und lokale Signale klar interpretierbar sind. Wichtig: niemals als einzige Kampagne fahren, sondern parallel zu einer Brand-Search-Kampagne mit klarer Brand-Exclusion.

Wie viele Asset-Groups brauche ich für ein Hotel?

Üblich sind drei bis sechs Asset-Groups. Eine pro Sub-Brand oder Hauptangebot (Hotel, Restaurant, Wellness, Events), ergänzt um saisonale Groups (Sommer, Winter). Wer mehr als 50 Zimmer und mehrere Outlets hat, splittet stärker. Wer ein Boutique-Hotel mit klarer Single-Story betreibt, kommt mit zwei sauberen Asset-Groups weiter als mit sechs unscharfen.

Soll ich Audience-Signals oder Lookalikes nutzen?

Audience-Signals, immer. Google hat Lookalike-Audiences in PMax weitgehend ersetzt. Optimal ist die Kombination aus eigener Kundenliste (per Customer-Match oder Conversion-Daten), Custom-Intent auf Mitbewerber-Suchen plus In-Market-Audiences für Travel-Kategorien. Diese drei Signale geben Google die Trainingsdaten, die er für ein präzises Targeting braucht.

Was ist Brand-Exclusion und warum ist sie für Hospitality kritisch?

Brand-Exclusion verhindert, dass Performance Max auf Suchanfragen mit deinem eigenen Markennamen schaltet. Ohne diese Exclusion zeigt PMax Ads auf Suchen wie Hotel-Name plus Standort und nimmt dir Brand-Search-Klicks zu deutlich höheren CPCs ab. Resultat: dein PMax-ROAS sieht künstlich hoch aus, aber dein Brand-CPA verdoppelt sich. Die Lösung ist eine Account-Level Negative-Keyword-Liste mit allen Brand-Varianten.

Wie tracke ich Cross-Channel-Attribution bei Hotels mit Booking-Engine?

Pflicht-Setup: GA4 mit Cross-Domain-Tracking auf die Booking-Engine (Bookassist, Mews, SiteMinder etc.), Enhanced Conversions in Google Ads, server-side Tag-Manager für robuste Daten, Data-Driven Attribution als Default. Wer noch mit Last-Click arbeitet, sieht den Beitrag von PMax und Display-Kanälen systematisch zu klein. Wir empfehlen für Hotels mindestens GA4 mit DDA plus eine zusätzliche manuelle Quartals-Auswertung der direkten Buchungen aus dem PMS.

Wie lange dauert es, bis Performance Max für Hospitality stabile Ergebnisse liefert?

Die Lernphase dauert 4 bis 8 Wochen, sofern du mindestens 30 Conversions pro Monat auf dem primären Conversion-Goal sammelst. Bei saisonalen Hotels lohnt sich ein Pre-Season-Start 6 bis 8 Wochen vor Buchungs-Peak, damit die Kampagne in der Hauptsaison trainiert läuft. Wer mit weniger als 15 Conversions pro Monat startet, sollte vor PMax zuerst Brand- und Generic-Search auf stabile Daten bringen.

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